Schachclub steigt Treppe hoch

Nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Spieltag folgte am Sonntag auf den Fuß der zweite: Mit einem überzeugenden 5,5:2,5 gegen Abstiegskonkurrent Altbach verlässt Geislingen erstmalig die Abstiegszone.

Gleich zu Beginn setzte der Schachclub ein starkes Zeichen: Kaven Fürst lehnte wiederholt das Remisangebot seines Gegners ab. Sein Springer schnürte dem gegnerischen Läufer jegliche Luft ab, sodass das Zentrum fest in der Hand des Geislingers war. Als die Bauern im Endspiel ihren Siegeszug antraten, gab der Gegner auf.

Punktegarant Kai Schmöller schlug auch diesmal wieder zu. Er gewann einen Läufer für zwei Bauern und erarbeitete sich dadurch im Endspiel einen Vorteil, der in der Umwandlung eines Bauers zu einer Dame und damit zum Sieg mündete.

Toni Schmid, sehr kurzfristig für einen erkrankten Mitspieler eingesprungen, wehrte sich lange mit einem Minusbauern in einem Turmendspiel. Die Gegnerin fand letztlich einen Gewinnweg und der Geislinger musste aufgeben.

Holger Ströhle verlor bei einem Königsangriff einen Bauern, gewann diesen jedoch zurück und erzwang ein Remis durch mehrmalige Stellungwiederholung.

Eine wilde Partie spiele Zacharias Voxbrunner. Er stellte immer neue Fesselungen und Mattdrohungen auf, die der Gegner nur noch durch die Aufgabe einer Leichtfigur parieren konnte. Nach einer Abwicklung ins Endspiel wurde materielle Übermacht deutlich und der Gegner gab auf.

Erich Neuwirth gewann im Mittelspiel die Qualität, wickelte sein Spiel in ein vorteilhaftes Bauernendspiel um und siegte.

Auch Birgit Fleischer siegte im Endspiel, nachdem ihr Turm die gegnerischen Bauern attackierte und die eigenen Damenflügelbauern bereits gefährlich weit vorgerückt waren.

Der Mannschaftskampf war entschieden, doch Uwe Kohn kämpfte lange weiter. In vielversprechender Angriffsstellung opferte er einen Springer. Der Gegner verteidigte jedoch zäh, sodass die Attacke ihre volle Wirkung nicht entfalten konnte und die Partie nach langem Ringen verloren ging.

Trotz des vielversprechenden Zwischenspurts muss Geislingen noch zittern. An den verbleibenden beiden Spieltagen warten starke Gegner, sodass das Ziel, mindestens noch einen Punkt zu holen, um die Abstiegszone auf Distanz zu halten, nicht einfach sein wird.